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Willkommen bei der Deutschen Leberstiftung!

Die Deutsche Leberstiftung wurde 2006 gegründet und trägt seit zehn Jahren entscheidend zur Verbesserung der Versorgung von Patienten mit Lebererkrankungen bei. Ihr Ziel ist, die Früherkennung und die Behandlung von Lebererkrankungen stetig zu verbessern.

Schwerpunkte der Stiftungstätigkeit sind die Forschungsvernetzung und Forschungsförderung, vor allem durch die Stipendien und den Publikations-Preis der Deutschen Leberstiftung. Außerdem werden verschiedene Studien zur Therapieverbesserung und wissenschaftliche Projekte durchgeführt. Für Patienten und Angehörige bietet die Deutsche Leberstiftung Information und Beratung in medizinischen Fragen. Um Ergebnisse aus der Forschung schnell zu den Patienten zu bringen, hat die Deutsche Leberstiftung ein Netzwerk aus Assoziierten Ärzten, Kliniken, Apothekern, Wissenschaftlern und Selbsthilfegruppen geschaffen. Mit dem jährlich stattfindenden HepNet Symposium bietet die Stiftung eine wichtige Plattform für den wissenschaftlichen Austausch; das HepNet Journal informiert über aktuelle Entwicklungen in der Hepatologie. Durch intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen gesteigert, damit diese früher erkannt und geheilt werden können.

Lebererkrankungen sind wenig bekannt, aber weit verbreitet. Experten schätzen, dass mindestens fünf Millionen Menschen in Deutschland an einer Lebererkrankung leiden. Viele davon, ohne es zu merken. Lebererkrankungen verursachen kaum Schmerzen und weisen uneindeutige Symptome auf. Daher werden Lebererkrankungen oft erst spät erkannt, manchmal zu spät, um schwerwiegende Folgen wie Leberzirrhose und Leberzellkrebs zu vermeiden. Wird die Erkrankung der Leber frühzeitig diagnostiziert, sind in vielen Fällen die Heilung und eine Regeneration des Lebergewebes möglich.

 

Weitere Informationen über die Deutsche Leberstiftung finden Sie auf dieser Website und in unserem Filmportrait.

 

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WISSENSWERTES

Muss ich mich gegen Hepatitis A und B impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch Instituts empfiehlt eine Impfung gegen Hepatitis A bei folgenden Risikogruppen: Reisende in tropische Regionen, medizinisches Personal in Kinderkliniken, Personal in Kindergärten und Kindertagesstätten, Küchenpersonal, Homosexuelle, Kanalarbeiter. Die Hepatitis B-Impfung wird bei Kindern/Jugendlichen und folgenden Risikogruppen empfohlen: Fernreisende in Endemiegebiete, medizinisches Personal, Dialysepatienten, Kontaktpersonen von Infizierten, die im selben Haushalt leben, Kinder in Gebieten mit hoher Rate von Infizierten, Drogenabhängige, Homosexuelle, Personen mit häufig wechselnden Sexualkontakten, Geistig Behinderte, Neugeborene. Es gibt Hinweise, dass eine akute Hepatitis A-Virusinfektion häufiger einen fulminanten Verlauf bei Patienten nimmt, die schon an einer chronischen Hepatitis B- oder C-Infektion leiden. Auch wenn dies kontrovers diskutiert wird, empfehlen wir eine Impfung gegen das Hepatitis A und B-Virus bei Patienten mit chronischer Hepatitis. Die Kosten der Hepatitis B-Impfung werden bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren von der Krankenkasse übernommen. Die Übertragung von Hepatitis B geschieht vor allem durch Blut- und Schleimhautkontakte (z. B. Transfusionen oder sexuelle Kontakte), aber auch durch kontaminierte Nadeln beim intravenösen Drogenkonsum. Die Übertragung von Hepatitis C erfolgt durch direkten Blut-Blut-Kontakt. Die meisten heute bestehenden Infektionen lassen sich auf intravenösen Drogenkonsum und Transfusion von Blutprodukten vor 1990 zurückführen. Dialyse-Patienten sind ebenfalls häufiger betroffen. Heute ist eine Infektion über Blutprodukte praktisch ausgeschlossen, da seit 2001 jedes Blutprodukt direkt auf das Hepatitis C-Virus getestet wird. Sehr selten gehen Hepatitis C-Virusinfektionen auf Sexualverkehr mit Hepatitis C-positiven Geschlechtspartnern zurück. Außerdem stellen Tätowierungen, Piercings, Akupunktur und medizinische Eingriffe unter nicht hygienischen Bedingungen Risikofaktoren dar. Übertragungen einer Infektion von einer infizierten Mutter auf das Kind vor oder während der Geburt kommen in bis zu 7% der Fälle vor. Leider lässt sich die Infektionsursache in vielen Fällen nicht sicher eruieren.

Weitere Fragen und Antworten zu Lebererkrankungen finden sie hier.

Was versteht man unter Glykogen?
ein Vielfachzucker, der aus Glucoseeinheiten besteht. Die Leber wandelt überschüssigen Blutzucker zu Glykogen in Speicherform um.

Weitere Begriffserklärungen finden sie hier.

 

Letzte Änderung: May 31, 2016 08:09 AM